Bini Zuchini Schwäbisch-keltischer Blues Musik Aus unserer aktuellen CD “Ondrweags” stehen zum Anhören per Download bereit:               CD-Kritik von Wolfram Frommlet in der Schwäbischen Zeitung Mit einem "Räuberrequiem" beginnt eine neue schwäbische CD, nicht über die Räuber von gestern, "mit nix als alte Lompe a, durch d' Wäldr ghetzt", sondern über die modernen, die, wie es sich günstig ergibt, zeitgleich zur CD auf den Wirtschaftsseiten verhandelt werden. Aber polit-belehrendes Sozialgeklampfe muss man vom Duo Bini Zuchini, Martin Waibel und Albert Bücheler auf "Ondrweags" nicht befürchten, und schon gar nicht jenes Schwäbisch, das gottlob Troll und Überzwerch nicht mehr erleben mussten. Erfrischend leicht, mal bluesig, melancholisch, wenn er über die Zeit nachdenkt, mal rockig, "mir sind fleißig, an dr B 30", und zauberhaft natürlich singt der Albert sein Oberschwäbisch, "heit Nacht do han I vom Frieda traimt", erzählt er dem Bob Marley, und auf seinem Akkor-deon, auf Waibels Gitarre, Bouzouki und Mandoline entsteht eine regionale Musik, die erfreulich weit weg ist von glattem Folkgeschrammel oder aufgesetztem  Schwabengetue, die, mit Sonja Bumiller und Barry Lyons, einen Hauch irische Herbheit bekommt, regionale Wurzeln hat und doch den frischen Wind aufnimmt von anderswo. Adolf 'gorhand' Goriup in FolkWorld Ausgabe 40 11/2009 Hinter dem schwäbischen Musikduo Bini Zuchini stehen die beiden Gründungsmitglieder der Folkband Lumpenpack Albert Bücheler (Gesang, Akkordeon, Harmonika, Melodica, Flöten) und Martin J. Waibel (Gitarren, Irish Bouzouki, Mandoline, Bass, Gesang). Für die Aufnahmen zu ihrem Debütalbum „Ondrweags“ haben sie mit Sonja Bumiller (Bass, Gesang) und Barry Lyons (Drums, Bodhràn, Bongos) zwei Mitglieder ihrer Band Virus als Gastmusiker eingeladen.Die zwei Instrumentalstücke und elf Lieder stammen alle aus der Feder der beiden Musiker und werden ausnahmslos im schwäbischen Dialekt gesungen. Es beginnt mit dem dramatisch vertonten „Räuberrequiem“, bei dem das Zusammenspiel von Akkordeon, Bouzouki und Gitarre hörenswert ist. Darauf folgen der fetzige Bluesrock „B 30“ mit Lyons am Schlagzeug, das im Liedermacherstil geschriebene „Zeit“ und die etwas experimentell überarbeitete traditionell keltische Melodie „Drowsy down“ mit Mandoline, Bouzouki, Akkordeon und Bodhràn. Beim rockigen „Pudel“ erzeugen Lyons und Bumiller einen tollen Rhythmus, der gemeinsam mit E-Gitarre und Akkordeon den Sprechgesang begleitet und bei der still leidenschaftlichen Tune „Staub aus Gold“ spielen die beiden nur Mandoline und Melodica. Der stille Blues „Ledschd Nachd“, der mit Punk Passagen gewürzte Reggae „Bobby Marley“ und die melancholische Ballade „Wenn du gehst“ ergänzen das vielseitige Programm. Mir hat das Debütalbum der beiden außerordentlich gut gefallen. Die beiden sind tolle Musiker und ansprechende Sänger und ihr Repertoire lässt nichts zu wünschen übrig. Hört euch doch mal ein paar Töne von unterwegs an.